
Siola-Cinta Panke ist unsere Reisebloggerin des Monats im Mai. Ihr Blog Quadratur der Reise fällt uns schon seit längerem mit witzen Texten und schönen Fotos auf. Und außerdem weckt er viel zu oft das Fernweh in uns. An der Zeit, dass ihr sie auch kennenlernt, wie haben sie interviewt. Los geht’s wie immer mit dem Word-Rap!

Das Gesicht hinter “Quadratur der Reise” Foto: Siola
Schlafsack oder Seidenbettwäsche? Schlasack
Yoga oder Champagner? Yoga
Gang oder Fenster? Fenster
Strand oder Stadt? Strand
Ventilator oder Air Con? Ventilator
iPhone oder Android? weder noch

Siola unterwegs mit Kamera.

Giraffen in Südafrika im Nationalpark. Foto: Siola
Du bist seit Frühjahr 2012 (genau) auf Weltreise und schreibst auf deinem Blog über deine Erlebnisse. Was waren die Highlights auf deiner Reise bisher?
Highlights gab es viele. Allein der Moment, wenn man morgens aufwacht und realisiert, dass man an jedem Tag tun kann was man will. Der Augenblick, in dem einem diese Freiheit bewusst wird, löst ein Dauergrinsen aus. Wenn es um Orte geht, die ich nie vergessen werde, dann fällt mir die Salzwüste, Salar de Uyuni, in Bolivien ein. In mehr als 3.000m Höhe ist man nur umgeben von weißer Wüstenlandschaft. Ein anderes Highlight war das Schnorcheln mit Walhaien in Mexiko. Unmittelbar neben mehr als 10m langen Lebewesen zu tauchen, ist einfach atemberaubend. Unvergesslich war auch die Kumbh Mela in Indien. Bei dieser grössten religiösen Veranstaltung sind mehr als 90 Millionen Menschen in einen kleinen Ort in Nordindien gepilgert, nur um sich im für sie heiligen Wasser des Ganges zu baden. Und ich mittendrin. So etwas vergisst man wohl nie im Leben.
Gibt es einen Ort an den du auf keinen Fall/unbedingt wieder hinfahren willst?
Indien war definitiv ein Land, das mich körperlich wie nervlich unheimlich gefordert hat. Wenn man wirklich quer durchs Land reist und nicht nur den Taj Mahal besucht, merkt man schnell, dass dort keinerlei touristische Infrastruktur herrscht. Insofern werde ich wohl in diesem Leben wahrscheinlich nicht mehr nach Indien reisen. Alle anderen Länder haben sich aber, jedes individuell auf seine eigene Weise, einen Platz in meinem Herz erkämpft. Insofern würde ich überall gern noch einmal hin.

Siola.
Was hättest du gerne vor deiner großen Reise gewusst?
Dass es sich nicht wirklich lohnt, so vieles im Voraus zu planen. Es ist genau das Überraschtwerden, das in Situationen hineinfallen und das spontan Entscheiden, was das Reisen besonders macht.
Was war die bisher unbequemste Nacht bisher?
Definitiv eine Fahrt im Nachtbus in Indien. Da gab es zwar so etwas wie Betten. Nur leider hatte ich das Pech, dass Bettwanzen in der Matratze waren. Somit habe ich den größten Teil der Nacht kratzend verbracht.
Autsch! Das klingt allerdings sehr unbequem. Was war denn dein ungewöhnlichste Fortbewegungsmittel?
Der Bambuszug in Kambodscha, wahrscheinlich. Das ist eine Strecke auf der man von einem Fahrer auf Bambusbrettern sitzend von einem Ort zum nächsten gebracht wird. Es gibt aber nur ein Gleis. Somit muss der Bambuswagen mit den wenigsten Personen immer vom Gleis gehoben werden, damit der andere passieren kann. Und danach wird wieder alles neu aufs Gleis gesetzt und die Fahrt kann weitergehen.
Gibt es etwas was du auf Reisen verabscheust?
Nicht wirklich. Man lernt, mit allem umzugehen.

Auf Aitutaki im Pazifik. (gehört zu den Cook Islands)
Was war die merkwürdigste Speise, die du je aufgetischt bekommen hast?
In Thailand habe ich eine Kakerlake gegessen. Das war schon gewöhnungsbedürftig. In Vietnam gab es gegrillten Hund. Auf diese kulinarische Erfahrung habe ich aber gern verzichtet.
Gab es schon einmal eine Situation auf einer Reise, in der du so richtig Angst bekommen hast?
Bisher nicht. Natürlich ist man ab und zu etwas angespannt. Bei den Nachtfahrten in Sued- und Zentralamerika zum Beispiel war ich schon manchmal nervös, wenn ich vorher gelesen habe, dass es auf diesen Routen gehäuft bewaffnete Überfaelle gibt. Aber zum Glück ist nie etwas passiert.

In der Salzwüste in Bolivien auf über 5.000m Foto: Siola
Welche 3 Gegenstände dürfen nie im Gepäck fehlen?
Meine Kamera, Musik und so amüsant es klingen mag: eine Rolle Klopapier im Gepäck zu haben, ist in manchen Ländern unverzichtbar.
Welche 3 deutschen (Reise-)blogs liest und verfolgst du regelmäßig?
Da ich gerade selbst auf Reisen bin und das Bloggen allein schon viel Zeit frisst, verfolge ich derzeit keine anderen Reiseblogs. Aber vor meiner Reise habe ich einige Blogs gelesen. Der beste davon war wohl reisedepesche.de von Johannes Klaus.
Das beste Frühstück der Welt gibt es…
…gutes Frühstueck gibt es zum Glück fast überall. Ich habe Indonesien die Reisgerichte zum Frühstück lieben gelernt. Und in Thailand gab es oft gute Omlettes.

Reisfelder in Ubud. Foto: Siola
Was steht für 2013 noch auf deinem Plan?
Mal sehen wo mich der Wind noch so hinweht. Aber auf jeden Fall steht in diesen Jahr ein Wiedersehen mit Familie und Freunden an.
Vielen Dank für das Interview und wir freuen uns schon auf weitere Fernweh-Attacken auf deinem Blog!
