Kategorie: Abenteuer, Tipps
pix Ein Insider Guide zu Goas Stränden

Kalt, grau, dunkel – nicht mit mir, jedenfalls nicht 5 Monate lang. Ich versuche jedes Jahr, über die kalte, triste Jahreszeit, die mir so sehr verhasst ist, abzuhauen und zumindest 2 Wochen im warmen Süden zu verbringen. Dieses Jahr: Indien, vor allem Goa.

Es hat sich dort viel verändert, das letzte Mal war ich vor 5 Jahren dort und mittlerweile scheinen auch Pauschaltouristen den kleinsten (und reichsten und christlichsten) Staat Indiens vollkommen für sich entdeckt zu haben. So habe ich zum Beispiel mit Schrecken sehen müssen, wie “mein” schöner Strand Palolem sich zu einer Hochburg für englische Alkoholtouristen entwickelt hat.

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Noch ist es ruhig – Agonda Beach, GOA

Da, wo vorher die Hippies und Backpacker aus Israel und allen Ländern Europas regiert haben, sind Familien in T-Shirts mit dem Om-Zeichen drauf aufgetaucht, da, wo noch vor ein paar Jahren lange palmengesäumte Strände hauptsächlich von Kühen und Hunden bevölkert wurden, haben sich großen Bars mit lauter Musik und europäischen Preisen breit gemacht, wo noch vor 5 Jahren am Abend Lagerfeuer entzündet und der frische Fisch an Land gezogen wurde, tummeln sich Restaurants und Kellner in weiß gestärkten Hemden. Allerdings gibt es auch einige wirklich gute Beach Clubs, vorallem im Norden, und Goa hat somit vom Schicki-Micki Nightlife bis zum Chill-Out Romantikbungalow mit Tür zum Paradies alles drauf. Hier ein kurzer Lagebereicht mit Eindrücken und speziellen Sonder-Tipps…

In der Ruhe liegt Shanti

Es gibt sie noch, die Idylle, die Oase, einen Ort, wo man seine Ruhe findet – Agonda! Ich denke, dass man jedenfalls bis zum Monsoon im Juni 2010 damit rechnen kann, hier ein Beach Cottage erster Güte vorzufinden. Es war wunderschön! Wir haben uns gleich nach Ankunft in Panjim mit einem Taxi Richtung Süden und Agonda aufgemacht (denn wer glaubt, in der Zeit um Neujahr ganz einfach ein Zug oder Busticket kaufen zu können ohne mindestens 1 Woche vorher reserviert zu haben ist schief gewickelt) und sind an dem Strand angekommen, an dem es noch massenhaft Bamboo-Huts gibt, kleine Bars die den Fang des Tages verkaufen, richtig gute Tandoori-Küche, freundliche Hotel-Betreiber und liebevoll hergerichtete Bamboo Hütten.

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Wir haben in einem Rosa Cottage im “Monsoon Resort” gewohnt und köstliches Essen nebenan im Restaurant “Fusion” das von Bali, einem sehr netten Nepali geführt wird, gegessen – Lobster, Krebse am Abend und Omelettes mit Lassi morgens.

Parties im wilden Norden

Der 31. Dezember war da und wir wollten natürlich schon ein bisschen feiern. Deswegen haben wir uns also in ein weiteres Taxi gesetzt (eine 2stündige Fahrt hat uns ca. 1500 Rupees gekostet) und sind Richtung Norden aufgebrochen, genauer gesagt Richtung Candolim. Dabei sind wir an einigen berühmten Stränden vorbeigekommen, wie zum Beispiel Anjuna, dass ja schon seit einigen Jahrzehnten bekannt ist. In den 60ern kamen die ersten Hippies in Scharen, hier hat sich auch die Goa-Trance Bewegung etabliert. Allerdings gibt es im Norden noch einige Strände, die mittlerweile auch european-style Beach Clubs eingerichtet haben. Dank unseres Hosts Ajay, der aus Bombay in Goa Urlaub machte, kamen wir also nach Coco Beach bei Nerul, eingeladen, in einem wunderbaren kleinen Gasthaus zu wohnen, wo die beste Goa-Küche aufgetischt wurde, die ich bisher gegessen habe. Wer hier vorbei schaun möchte, sollte nach der Nerul Church fragen um die Kirche herum fahren und gleich links in die Casa einchecken. Peter und seine Familie kümnmern sich um alles.

Candolim, wohl in den letzten Jahren besonders bei Russen sehr beliebt, bietet eine Bar nach der anderen, wer kommerzielle Riesenparties und Saufgelage mag, ist hier gut aufgehoben. Das einzige, was mir an dem Strand gefallen hat war das riesige Frachtschiff, das bereits seit 10 Jahren hier vor sich hin rostet, weil es einfach zu teuer ist, es wegzuschaffen.

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In Morjim, etwa 40 Minuten nördlich von Candolim haben wir Silvester verbracht, erst in einem sehr schicken Club und dann in Blue Water einer waschechten Goa-Party beigewohnt. Hier gibts eine ganze Menge Clubs auf engem Raum und es ist sicher für jeden etwas dabei.

Hier ist es auch der nagelneue Club Fresh, ganz nach dem Vorbild von dem aus Miami und St. Tropez bekannten Nikki Beach – alles ist weiß, das Essen thailändisch angehaucht und die Drinks teuer.

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Parteetime im Club Fresh

Nach Silvester haben wir einen unglaublichen Spaziergang gemacht, von Morjim Beach über Ashvem bis nach Arambol, ohne jemals den Strand zu verlassen. Hier gibt es auch noch einige hübsche Hütten Resorts und saubere Strände.

Es gibt in Goa sicher noch immer etwas für jeden Geschmack, von Hippie Stränden bis zu noblen Beach Resorts und auch wenn es sich verändert – eine Reise, am besten zwischen Mitte Januar und Ende März, ist es sicher wert!

Wer sich noch weitere Inspiration suchen möchte, kann sich auch die Fotos ansehen, die ich gemacht habe – dabei sind auch Delhi und Bombay.

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***Noch ein Rat an die Leser an dieser Stelle: in Indien verändert sich alles sehr schnell, in Goa sind viele Strände mit Bambushütten bebaut, die aber jedes Jahr abgerissen werden, bevor der große Regen – Monsoon – kommt und alles wegschwemmt. Wenn die findigen indischen  Gastronomen und Hotelbetreiber also ein Jahr lang richtig viel Erfolg hatten, dann wird nach dem nächsten Regen einfach angebaut – größer, westlicher und teurer. So verändern sich diese Strände in rasender Geschwindigkeit, wer letztes Jahr noch die ersten Fußstapfen in den Sand machen konnte, muss dieses Jahr schon mit Package-Touristen und Betonhäusern rechnen.***

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One Trackback

  1. By Black Rock Desert, not deserted on 9. November 2010 at 12:06

    […] on January 1st, most certainly after midnight, at some crazy beach in Goa, just having survived the bombardment of new years fire works (indian style is dangerous style) and […]

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