Kategorie: Tipps
pix SuperCyclingMan: Radelnd für die gute Sache

Will Hodson ist ein 35jähriger Volksschullehrer aus dem Londoner Stadtviertel Putney. Ein ganz normaler Typ, groß, hellbraune kurze Haare. Einer, der auf den ersten Blick nicht unbedingt auffällt. Außer, er wirft sich in einen blauen Anzug, legt ein rotes Cape um und steigt aufs Rad: Als SuperCyclingMan ist er im Dienst der guten Sache „auf, auf und davon“ .

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SuperCyclingMan aka Will Hodson: Ganz und gar kein gewöhnlicher Typ von nebenan. Foto: Will Hodson

Ob in die Türkei oder querfeldein in England: Will´s Superkraft besteht darin besteht, in einem auffallenden Kostüm Geld für wohltätige Zwecke zu sammeln. Sein Traum ist es, dabei mit seinem Rad rund um die Welt zu radeln. Für tripwolf hat er mir von seinem ”Nischentalent” erzählt.

Will, wie wurde ein ganz gewöhnlicher Volksschullehrer zu Super Cycling Man? 

SuperCyclingMan: Mir hat Radfahren immer gefallen und ich liebe es, neue Plätze zu sehen und neue Leute kennen zu lernen. Ich genieße das köstliche Essen,dass ich überall bekomme. Als ich 15 Jahre alt war, bin ich durch England geradelt. Mit 23 bin ich durch Spanien auf dem Jakobsweg gefahren. Außerdem sammele ich leidenschaftlich gern Geld für Charities. Seit ich die Universität verlassen habe, habe ich fast £20,000 für den World Cancer Research Fund zusammen bekommen. Die Idee zu SuperCyclingMan kam, als ich in der Schule, in der ich arbeite, das Buch „Max“ von Bob Graham gelesen habe. Da geht es um das Talent eines jeden einzelnen und dass jeder heldenhafte Taten machen kann – auch wenn sie nur darin besteht, einem anderen die Tür aufzuhalten. Alle Kinder haben sich ihr eigenes Superhelden-Outfit geschneidert und ich habe mir meinen SuperCyclingMan-Anzug gemacht – so wurde er geboren. Jetzt hatte ich die Hosen, also musste ich auch etwas damit tun. In den nächsten Sommerferien habe ich entschieden, von Tooting (London) bis in die Türkei zu radeln. 4 Wochen habe ich für die 4.000 km durch 11 verschiedene Länder gebraucht. Es waren vielleicht die 4 besten Wochen meines Leben, und jetzt bin ich danach süchtig, die ganze Welt als SuperCyclingMan abzufahren.

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4.000 km für die Charity: Profitiert haben nicht nur Will, sondern vor allem Parkinson’s UK und den World Cancer Research Fund. Quelle: google

Was war/ ist dein neuestes Projekt?

SuperCyclingMan: Mein jüngstes Rad-Abenteuer war im April 2012. Ich bin von John O’Groats, dem nördlichesten Punkt in Großbritannien nach Land´s End, dem südlichsten Punkt gefahren. Das ist eine sehr beliebte Strecke von rund 1.000 Meilen – 1.600 km. Viele Menschen gehen es, manche radeln dort, einer hat es sogar in einer motorisierten Badewanne gemacht! Der Grund, warum ich von oben nach unten geradelt bin, ist einfach, weil ich viele Plätze meiner Heimat sehen wollte, die ich noch nie besucht habe. Ich dachte, es wäre besser, mein eigenes Land zu kennen, bevor ich weitere exotische Abenteuer in der Fremde suche. Während des Trips habe ich das Schönste von Großbritannien gesehen: Es gab Schnee in Schottland und jede Menge Regen in Wales und England. Die Landschaft war großartig, das Essen exzellent und ich habe sogar einen wunderschönen Buddhistischen Tempel mitten im schottischen Nirgendwo entdeckt. Dort war es so nett, dass ich sogar übers Wochenende geblieben bin – aber das ist eine andere Geschichte! Der Trip dauerte 10 Tage und es hat mich daran erinnert, das du nicht weit reisen musst, um ein aufregendes Abenteuer zu erleben. Trotz des dauernden Regens habe ich es genossen und würde gern mehr von Großbritannien sehen.

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Ein SuperCyclingMan ist natürlich NIE allein. Foto: Will Hodson

Zurück zu deiner Mission: Wie entscheidest du, welche Organisation du unterstützt?

SuperCyclingMan: Ich habe in den letzten 20 Jahren für verschiedene Organisationen Fundraising Events gemacht. Am meisten unternehme ich für die The World Cancer Research Fund, weil sie tolle Arbeit für die Krebs-Prävention leisten. Besonders ihre Arbeit mit Kindern in ihrem Great Grub Club finde ich toll. Es gibt eine lustige Kinderwebsite, www.greatgrubclub.com, und die Charity schickt auch einen gratis-Newsletter an die Kinder mit Tipps fürs gesunde Leben. Ich denke, es ist eine starke Botschaft, dass wir Menschen mit einfachen Dingen schon das Krebsrisiko senken können. Vor Kurzem habe ich auch begonnen, Geld für Parkinson’s UK aufzutreiben. Die Organisation liegt mir besonders nah, weil mein Vater vor einigen Jahren mit Parkinson diagnostiziert wurde. Er und meine Mutter haben mich immer unterstützt, also dachte ich, dass es Zeit wäre, ihnen einmal zu helfen, indem ich soviel Geld wie möglich für Parkinson’s UK aufbringe.

Es gibt so viele großartige Organisationen da draußen, die gut arbeiten und die Unterstützung der Leute brauchen. In den nächsten Monaten kann ich hoffentlich ein Charity Event auf einem Roller machen und Geld für Radpark für die Kinder der Umgebung zu machen. Ich liebe die Idee, dass wir unserer Gemeinschaft etwas zurückgeben – zu oft ist es ein reines Nimm, Nimm, Nimm….

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Ankunft nach 4 Wochen Radfahren in der Türkei. Foto: Will Hodson

Du bittest Leute um Ideen für Charity-Rennen. Was sind die interessantesten oder verrücktesten Vorschläge bisher?

SuperCyclingMan: Ja, die Leute schlagen interessante Herausforderungen vor. Zum Beispiel Fahrradfahren auf Schnee und Eis in einem Spezialrad zum Südpol. Das wäre etwas Anderes! Mein persönlicher Favorit ist aber auf Wasser zu fahren. Ich habe ein Surfrad auf einem meiner Abenteuer gefunden und ich hab es ausprobiert – es ist großartig! Ich würde ein Surfrad gern die ganze Themse entlang fahren, vorbei am Parlament und an der Tower Bridge. Schaut auf meine Facebook-Seite, um zu erfahren, welches verrückte Projekt das Nächste ist – oder um eine eigene Idee vorzuschlagen!

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Will auf dem Surfrad in Wien. Foto: Will Hodson

Wie sind die Reaktionen der Leute, wenn sie dich in deinem Super-Outfit sehen? 

SuperCyclingMan: Gerade die Reaktionen der Leute macht das Ganze für mich interessant. Manche ignorieren mich völlig, andere lächeln, andere kommen her um mit mir zu sprechen oder Fragen zu stellen. Die Meisten sind unglaublich freundlich und nett. Mir wurden schon Plätze zu Schlafen angeboten, manche geben mir zu essen oder trinken und völlig Fremde geben mir manchmal Geld für die Organisationen. Wenn du so etwas machst, siehst du wirklich nur das Gute im Menschen. Deshalb genieße ich es so sehr, SuperCylcingMan zu sein und das ist der Grund, warum ich weitere Abenteuer plane.

Und in deinem Beruf als Lehrer, wie ist da die Reaktion der Kinder, Eltern und Kollegen? 

SuperCyclingMan: Die meisten Kinder, Eltern und Arbeitskollegen finden das alles nur “amüsant”. Ich spreche über meine Radabenteuer zu den Kindern in der Schule. Ich bringe ihnen auch das Radfahren bei, was mir wirklich Spaß macht. Viele der Eltern und Kollegen folgen mir auf Facebook und Twitter. Die Botschaften, die sie schicken, sind meist sehr lustig und helfen wirklich, dass ich so weitermache und über 200 km am Tag radle, Tag für Tag. Das kann ziemlich anstrengend sein – sogar für einen Superhelden.

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Superhero mit Superkräften, die braucht er auch für seine Radtouren. Foto: Ian Butler

Wie kann man dich unterstützen?

SuperCyclingMan: Menschen helfen mir auf unterschiedliche Weisen – groß und klein. Sie können mich als Freund auf Facebook hinzufügen oder mir auf Twitter folgen oder auf meine Website schauen . Schon seinen Freunden darüber zu erzählen hilft sehr!

Gerade suche ich nach Unternehmen, die mich für meine zukünftigen Abenteuer sponsern. Also wenn Radunternehmen, Hotelketten oder andere Anbieter interessiert sind, können sie sich gern bei mir melden, denn das Ganze ist sehr Kosten intensiv. Auch eine Film-Crew, die meine Projekte aufnehmen möchte, wäre sehr hilfreich.
Außerdem schreibe ich gerade ein Kinderbuch über die Abenteuer von SuperCyclingMan. Wer also Verbindungen zu Verlagshäusern oder Illustratoren hat, wäre es eine große Hilfe. Ich möche ‘The Adventures of SuperCyclingMan’ in viele verschiedene Sprachen übersetzt in allen Buchshops auf der ganzen Welt sehen!

Danke für das Gespräch und viel Erfolg!

Auch ein Super(cycling)Man braucht Hilfe: Wer Will bei seinem Fundraising unterstützen möchte, kann das HIER tun. 

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