Was eint die französischen Metropolen Paris und La Rochelle, abgesehen vom Anspruch ausgezeichneter Kulinarik und exklusiver Mode-Läden? Der TGV. In weniger als drei Stunden kann man Paris Montparnasse für die endlose Weite der französischen Atlantikküste eintauschen. Ein verlockendes Angebot, dem meine Freundin Anne-Laure und ich im Frühjahr dieses Jahres – noch vor allen Touristen – gefolgt sind. Wir haben frische Austern vom Strand gekauft, alte Surf-Legenden beobachtet und unsere Baguettes mit Blick auf das Meer verspeist – ein wahrlich lohnenswerter Kontrast zur Hauptstadt der Franzosen.
La Rochelle: Shoppen & Genießen
In der Hauptstadt des Département Vendée, der französischen Küstenregion rund um die knapp 100.000 Einwohner zählende Hafenstadt, lässt es sich bestens flanieren, genießen und exklusiv shoppen. Viele Läden zeugen von der Kreativität ihrer Besitzer – und dem entsprechenden Einkommen ihrer Besucher: La Rochelle als reiche Stadt mit stolzen Einwohnern. Zwischen all den köstlich aussehenden Tartes & Eclairs haben wir unseren Lieblingsplatz direkt am Hafen gefunden und für einen Kaffee auch nicht mehr als in Paris bezahlt – also um die € 4,-.
Entlang der Küste: Zweitgrößtes Vogelschutzgebiet Frankreichs, traumhafte Strandspaziergänge und frische Austern!
Julien, Anne-Laure’s Freund, arbeitet für die “Ligue de la Protection des Oiseaux” Frankreichs Vogelschutz-NGO und stattet uns darum mit tollen Ferngläsern & Infos zu den rings um La Rochelle nistenden Vogelspezies aus. Direkt in den “champs”, den im Hinterland direkt neben Feldern und Dörfern liegenden Sumpfgebieten, lassen sich jährlich Hunderttausende Vögel nieder.
Etwas näher an der Küste kann man tolle Spaziergänge direkt am Strand oder in den nahe gelegenen Wäldern machen. Beim “stand des huîtres” kaufen wir dann 36 fangfrische Austern – um einen sehr fairen Preis für ein Landei wie mich, umgerechnet nur ca. € 1,- pro Auster – und üben dann gemeinsam, diese auch zu öffnen und anzurichten. Alles will gelernt sein: Ca. 6 Austern benötige ich, um die restlichen 30 problemlos öffnen zu können. OK, die Mama von Anne-Laure hat mir da noch mal geholfen … ein Erlebnis aber alle mal!













