Wehe, Du sagst einem Luxemburger, seine Sprache “klinge wie Deutsch” oder sei “bloß ein Dialekt” davon! An der Kreuzung zwischen den “Supermächten” Deutschland, Frankreich und Belgien behauptet sich Luxemburg in der Größe des niederösterreichischen Waldviertels stolz und über alle Vorurteile erhaben: “Ja, wir haben viele Briefkastenfirmen hier …” – “Reich? Die Schweiz ist ja noch reicher als wir.” Und von wegen rassistisch: Fast 50% der Landesbevölkerung sind Ausländer, jeder fünfte “Luxemburger” ist eigentlich Portugiese. Eine Reise in das Großherzogtum lohnt mit babylonischer Sprachverwirrung, leistbaren Delikatessen und wirklich freundlichen Menschen.
Millionen, die keine sind … oder doch?
Nettoverdienste um die EUR 3.000 für junge Angestellte, (Hundert)tausende Pendler jeden Tag, ein reges Geschäftsleben & Flaniermeilen.. man möchte meinen, wer in Luxemburg lebt oder arbeitet, hat ausgesorgt. Tatsächlich ist die Stadt nach 18.00 Uhr fast wie ausgestorben, all die Pendler heimgekehrt: Wer bleibt, ist entweder Tourist, reich oder beides!
Gemeinsam mit meiner einheimischen Freundin Laurie mache ich mich, weder richtig Tourist noch richtig reich, auf den Weg, die besten Restaurants & Bars der Stadt zu erkunden. Im “ältesten Gasthaus von Luxemburg” essen wir: Fisolen, Wurst und Gulasch. Und wie fragt oder bestellt man? Englisch, deutsch, französisch, luxemburgisch, (portugiesisch) Sprachverwirrung herrscht hier eher bei den Gästen, die Luxemburger haben’s im Blut!
Luxemburg Land versus Luxemburg Stadt
Das Hinterland Luxemburgs lohnt sich, zumal der “hohe & mittlere Norden” echt schöne, historische Kleinode und gut geeignete Landschaften für Wandern oder Mountainbiken bieten.
Besucht haben wir im Rahmen unseres dreitägigen Aufenthalts das zauberhaft gelegene Schloss Vianden sowie das Freilichtmuseum Robbesscheier ganz im Norden des Landes. Hier gibt es auch weitere interessante Aktivitäten: Brotbackkurse, Honigmachen, Kutschenfahrten und vieles mehr. Nähere Infos dazu findet Ihr auf der Website des Museums.

Kutschenfahrten im Freilichtmuseum Robbesscheier: Einblick in die Geschichte des Landes / Foto: Elena










