Kategorie: Geschichte, Reiseplanung, Tipps, Trips
pix Ein Wochenende in Rimini mit mehr als nur Meer

Ein einziges Mal waren wir drin, im Meer. Fünf Minuten am letzten Morgen vor unserer Heimreise, bevor wir neun Stunden schweißgebadet im Auto saßen. Für mehr war an unserem verlängerten Wochenende nicht Zeit. Und um ehrlich zu sein auch keine Lust, denn die Stadtstrände Riminis mit ihrer Liegestuhl-an-Liegestuhl-Optik sind nicht ganz das, was wir uns von einem erholsamen Aufenthalt am Meer erwarten. Macht aber gar nichts: Denn erstens lassen sich abseits der Hochhaus-Hotelburgen durchaus einsamere Strände finden (zumindest zu Tagesrandzeiten), zweitens bieten Rimini und die Region Emilia Romagna mehr als nur Meer. Oder um es mit den Worten des italienischen Sängers Luciano Ligabue zu sagen: “Rimini is like the Blues – it has a bit of everything”.

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Strand in Rimini – und wo ist hier das Meer? Foto: Doris

Eine Tour durch die Altstadt zum Beispiel. Gegen die spricht zwar die brütende Hitze, die uns die Schweißperlen nicht nur auf die Stirn, nein überall hin treiben. Wer mir jetzt aber glaubt, dass gegen die Sonne auch am Strand kein Kraut gewachsen ist und das Durchwühlen durch – vor allem italienische – Touristen ebenfalls ganz schön schweißtreibend ist, der lässt sich vielleicht von der Stadttour überzeugen. Es locken italienisches Flair, herrlich bunte Läden, imposante Burgen und alte Brücken. Und es wäre nicht Italien, wenn man sich nicht mit einem – oder mehreren – Kugeln Eis und anderen kulinarischen Köstlichkeiten belohnen könnte. Also, bitte mitkommen! 

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RRRRRRRRRRimini wartet auf uns. Foto: Doris

Starker italienischer Kaffee weckt uns auf: Das ist nach der durchfahrenen Nacht auch dringend notwendig. So können wir aufmerksamer zuhören, was uns Nick in fließendem Deutsch über seine Stadt und die Gegend erzählt. Er ist  ”Master of the house” von BlogVille Emilia Romagna, einem Apartment der Tourismusregion, in dem wir für die nächsten Tage unterkommen. Dann geht unsere Stadttour auch schon los, ausgerüstet mit den besten Empfehlungen für Gelato und Piadina – das Nationalgericht der Emilia Romagna. Und nachdem das Croissant-Frühstück in Italien für unsere österreichischen Mägen nicht ausreicht, ist Letzteres gleich unser erster Stopp: Das “Casina del Bosco”, wo es die besten Piadinas der Stadt gibt. (Später kosten wir übrigens Piadina auch in einem anderen Lokal – ebenfalls die Besten Riminis…)

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Piadina zum Essen und Lieben – das T-Shirt haben wir uns aber nicht gekauft. Fotos: Doris

Jetzt aber wirklich: Schließlich besteht Rimini nicht nur aus Essen und Trinken, sondern – den römischen Gründervätern und der Renaissance-Zeit sei dank – auch aus Kultur. Groß ist die Stadt nicht, also verzichten wir auf das “Erlebnis Bus” und wandern zu Fuß am Strand entlang Richtung Zentrum: Am weißen Art Nouveau-Gebäude des Grand Hotels, dem Federico Fellini Park mit seiner Riesenkamera und dem Brunnen der vier Pferde vorbei ist unser Ziel die Piazza Ferrari. Dort steht das Museo della Città, das uns Nick ans Herz gelegt hat. Mein Freund will rein, also gehe ich mit. Drinnen ist es leider nicht viel kühler als draußen und die Stockwerke mit Skulpuren, römischen Funden, Kunstwerken und Fotografien der Ausgrabungen des “Domus del Chirurgo” (Haus des Chirurgen), das sich ebenfalls auf der Piazza Ferrari befindet, überfordern mich etwas.

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Moderne Kunst neben römischen Statuen und im Keller des Museo della Città wird sogar die Steinzeit erklärt. Foto: Doris

Da ist mir der nächste Stopp schon lieber: Die schmale “Ponte di Tiberio” aus der Zeit des gleichnamigen römischen Kaisers, auf der heute noch Autos fahren. Hier pausieren wir kurz, setzen uns auf die alte Stadtmauer und bereiten uns auf den 5-minütigen Marsch durch die engen Gassen mit Kopfsteinplaster der Innenstadt vor. An der Piazza Cavour erwartet uns nämlich schon das nächste Highlight: Eis der Gelateria “La Scintilla” , mit “Al Castello” eine der Eis-Empfehlungen der italienischen Experten.

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Süße Köstlichkeit – und sicher besser als Hundeeis (!), das wir auch dort gesehen haben. Foto: Doris

Nach dieser Schlemmerei haben sogar wir vom Essen erst einmal genug und ziehen weiter: Schnurstracks etwaiger Kauflust vorbeugend geht es an geschmackvollen, kleinen Läden vorbei über die Piazza Tre Martini zum Dom Riminis, dem Tempio Malatestiano. Nach einem recht kurzen Rundblick innen und außen machen wir uns auf der Prachtstraße Corso d´Augusto zu unserer letzten Station auf: Dem gleichnamigen Arco, dem Augustus-Triumphbogen.

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Ganz schön imposant, der Triumphbogen des römischen Kaisers Augustus. Foto: Doris

Auf der anderen Seite erwartet uns eine grüne Parklandschaft, in der sich – wie in der steinernen Stadt auch – Menschen tummeln, Radfahrer an uns vorbei brausen, Kinder spielen und Lachen wie Geplauder zu hören sind. Wir saugen Italien in uns ein, während wir zu durchs Grün schlendern – zurück zu unserem Apartment, zurück zum Meer.

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