Kategorie: Tipps
pix Kostenfalle Roaming – Wie man im Ausland telefoniert und dabei spart
A1 Logo 500x451 Kostenfalle Roaming – Wie man im Ausland telefoniert und dabei spartDieser Gastbeitrag aus der Serie „Travel Smart(phone)“ wird euch zur Verfügung gestellt von den Experten für Mobiles Internet von A1.

 

Längst sind Handys nicht mehr nur zum Telefonieren da. Wer ein Smartphone sein eigen nennt, nutzt dieses meist auch, um seine E-Mails zu checken, Fotos bei Facebook hochzuladen oder sich von Diensten wie Google Maps durch die Stadt lotsen zu lassen. Während im Inland ein gewisses Datenvolumen meist günstig im Tarif enthalten ist, fallen außerhalb der Landesgrenzen oft hohe Roaming-Gebühren an. Wie man diese umgeht und eine Horrorrechnung nach dem Urlaub vermeidet, zeigen wir dir hier.

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Immer und überall erreichbar. Foto: xeelix/flickr

Kosten werden auf Kunden abgewälzt

Wer denkt schon daran, dass Handy-Dienste, die man zu Hause täglich verwendet, im Ausland plötzlich zur Kostenfalle werden können? Tatsächlich unterscheiden sich die Preise für Telefonie und mobiles Internet von Land zu Land beachtlich. Wer im Ausland das Handy nutzt, wählt sich automatisch in ein fremdes Mobilfunknetz ein. Die Kosten, die dabei entstehen, geben die ausländischen Netzbetreiber an die heimischen Mobilfunkanbieter weiter, diese wälzen sie direkt an den Endkunden ab. Dadurch entstehen oft hohe Gebühren, die dafür sorgen können, dass dem Handynutzer beim Blick auf die Telefonrechnung nach dem Urlaub ein großer Schrecken bevorsteht. 

Berühmtes „Roamingopfer“

Nicht einmal die deutsche BILD-Zeitung ist vor bösen Roaming-Überraschungen gefeit: Als Chefredakteur Kai Diekmann im Marokko-Urlaub seinen Blog mit Texten, Bildern und Videos aktualisierte, ahnte er nicht, welche Kosten das mit sich bringen würde. Nach seiner Rückkehr in die Heimat erwartete den Journalisten eine Rechnung von über 46.000 Euro, die für sein Datenroaming im Ausland fällig geworden waren. Diekmann beschwerte sich bei seinem Netzanbieter, der deutschen Telekom, die Rechnung beglich letztlich die BILD-Zeitung.

Leider können sich nicht alle Menschen auf ihren Arbeitgeber verlassen, wenn es darum geht, die Handyrechnung am Ende des Monats zu bezahlen. Wer ins Ausland fährt, sollte sich daher stets die hohen Roamingkosten ins Gedächtnis rufen und besser planen als Kai Diekmann.

Worauf man vor Urlaubsantritt achten sollte

Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt es sich, vor Reiseantritt das Datenroaming in den Einstellungen des Mobiltelefons zu deaktivieren. Man kann dann immer noch mit dem Handy telefonieren und SMS checken. Eine Verbindung ins Internet wird aber von Anfang an verhindert und kann nicht unabsichtlich hergestellt werden, wenn man im Urlaub gedankenverloren die E-Mails checken möchte. Um generell den Überblick über die Handyrechnung zu behalten empfiehlt sich für iPhone-Nutzer die Anwendung iXpenselt Lite, die Roaming-Kosten laufend mitrechnet. So kann man immer überprüfen, wie viel Geld man bereits fürs Telefonieren oder die Nutzung von mobilem Internet ausgegeben hat.

Billig Telefonieren mit kostenlosen Diensten

Roaming-Gebühren beim Telefonieren können durch kostenlose Internetdienste umgangen werden. Hierfür ist wiederum eine WLAN-Verbindung notwendig. Wer sich bereits vor Urlaubsantritt schlau machen möchte, wo es gratis WLAN-Spots gibt, kann dies über wi-fihotspotlist.com tun. Auch für unterwegs gibt es Apps, wie etwa Wi-Fi Finder für iPhone und Wifi Scan oder Cyrket für Android. Fast alle Hotels und viele Bars, Restaurants und Cafés bieten heute bereits kostenlose WLAN-Zugangspunkte an.

Ist erst einmal ein WLAN-Spot gefunden, kann auch kostenlos telefoniert werden, etwa mit Skype oder der App Viber – Free Phone Call (für iPhone und Android). Eine Registrierung oder ein Benutzerkonto sind nicht nötig. Wer die App hat, kann sofort kostenlos mit anderen Nutzern der Anwendung telefonieren. Für alle, die lieber SMS verschicken als die Urlaubszeit am Telefon zu verplaudern, ermöglicht WhatsApp den kostenlosen Versand von Kurznachrichten.

Schutz durch die Europäische Union

Wer beim Beispiel des BILD-Chefredakteurs mit der hohen Telefonrechnung Angst bekommen hat, das Handy im Ausland überhaupt noch in die Hand zu nehmen, sei beruhigt: Um arglose Handynutzer vor hohen Roaming-Gebühren zu schützen, hat die Europäische Union im März 2010 eine Kostenbegrenzung eingeführt. Netzbetreiber wurden aufgefordert, eine Funktion einzurichten, die den Nutzer benachrichtigt, wenn er eine gewisse Kostenobergrenze erreicht hat. Ab einem Betrag von 50 Euro (59,50 Euro inkl MWSt.) wird die Datenverbindung unterbrochen. Der Betrag kann auf Wunsch des Nutzers auch erhöht oder verringert werden. Eine erste Warnung erhält der Kunde bereits, wenn er 80 Prozent des vereinbarten Betrages erreicht hat.

Handynutzer müssen also keine Rechnung in der Höhe mehrerer tausend Euro mehr befürchten – vorausgesetzt, sie reisen innerhalb der EU. In Nicht-EU-Staaten gilt die Kostenbegrenzung nicht und das Roaming ist oft sehr teuer. Wer also ein Reiseziel außerhalb der Europäischen Union im Auge hat, sollte sich vor Antritt der Reise bei seinem Mobilfunkbetreiber über die Tarife des jeweiligen Ziels erkundigen. So ist nach dem Urlaub keine böse Überraschung zu erwarten.

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