Kategorie: Tipps
pix Reisebloggerin des Monats: Heike von koeln format.de

Unsere Reisebloggerin des Monats kommt diesmal aus Köln, leicht zu erkennen an dem Namen ihres Blogs: koeln-format.de. Heike ist beruflich Nachrichtenredakteurin und Fotojournalistin, die Fotos auf ihrem Blog wurden aber großteils mit der Foto-App Instagram fotografiert, und das in einer atemberaubenden Qualität. Da bekommt man richtig Lust die Kamera zu Hause zu lassen und nur mit einem iPhone ausgestattet loszuziehen. Immer öfter packt sie auch ihre zwei Kinder ein und gibt am Blog auch Reise-Tipps für junge Familien. Reiseblogger kennen Heike vielleicht auch von ihrem Aufruf eine eigene Reiseblogger-Kategorie auf der Rankingseite ebuzzing einzustellen, was nun ab Anfang September tatsächlich so sein wird. Grund genug für uns, sie als Reisebloggerin des Monats euch vorzustellen.

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Heike auf dem Weg zu einem Interview in London. Foto: Heike

Heike im Word-Rap

Sushi oder Schweinsbraten? Sushi!
Kaffee oder Red Bull? Kein Morgen ohne Kaffee
Wein oder Bier? Kölsch!
Koffer oder Rucksack? lieber Koffer
Gang oder Fenster? Ich versuche immer einen Fensterplatz zu kriegen und klebe bei Start und Landung mit einer Kamera am Fenster. Am Gang sitz ich immer dann, wenn ich mit den Kindern fliege. ;-)
Strand oder Stadt? Ein Strand in Stadtnähe
iPhone oder Android? Auf jeden Fall Iphone! Die Kamera ist unschlagbar.
Postkarte oder MMS? Die gute, alte Postkarte. Wir versuchen immer Karten zu schreiben, klappt meist.

Seit wann gibt es deinen Reiseblog und wie ist er entstanden? 

Begonnen zu bloggen habe ich Anfang 2010. Nach gut einem Jahr habe ich den alten Blogger-basierten Blog aber hinter mir gelassen und komplett neu angefangen – auf WordPress. Neuer Name, eigene Domain, ich habe auch keine alten Artikel oder Fotos mitgenommen.

In Richtung Reiseblog steuerte Köln Format aber erst als ich an einer Pressereise nach Málaga teilnahm. Ich hatte das spanische Fremdenverkehrsamt lange bequatschen müssen, bis sie mich als mitreisende Bloggerin akzeptierten und ihr Einverständnis gaben. Das Programm war sehr straff und ich hastete ständig der Gruppe hinterher, weil kaum jemand ausser mir Fotos schoss und stehenblieb. Seit dieser Reise wusste ich, in welche Richtung mein Blog gehen wird und baute die Kontakte zu Tourism Boards, PR-Agenturen und Hotelketten aus.

Du hast im Blog eine eigene Kategorie für Reisen mit Kindern und schreibst, dass du deine zwei Jungs auch gerne mal in größere Städte für ein paar Tage mitnimmst. Was sind deine Lieblingsstädte für Trips mit Kids (und zu welcher Jahreszeit)?

Ich schreibe an einer Reihe ‘Städtetrips mit Kids‘. Ich möchte zeigen, dass es auch MIT Kindern möglich ist, Großstädte zu besichtigen. Davor schrecken viele Eltern zurück weil sie glauben, es bringe den Kindern nichts, es sei zu gefährlich oder zu anstrengend.

Meine absolute Empfehlung für einen Kurztrip mit Kind ist London! London im Frühjahr. Es gibt so viele tolle Dinge gemeinsam zu entdecken wie großartige Spielplätze, spannende Museen mit extra Bereichen für Kinder, der Tower und die Towerbridge. Zudem empfinde ich die Londoner als sehr kinderfreundlich. Bei solchen Reisen steht gern auch mal die Besichtigung von Fußballstadien auf meinem Programm, wie das von Chelsea in Stamford Bridge. Mein Tipp: einen Roller einpacken! So wird das ‘laufen’ nicht langweilig. Bloss keinen Kinderwagen mitbringen.

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Mit Mats unterwegs in London. Es ist auch für Kinder eine spannende Stadt. Foto: Heike

Als Fotojournalisten schleppst du sicher jede Menge Fotoequipment mit dir durch die Welt. Was beinhaltet deine Standardausrüstung auf Reisen? (Kamera(s), Objektive, iPhone, Ersatzsachen…?)

Wenn ich mit den Jungs unterwegs bin, nehme ich grundsätzlich nur meine kleine Festbrennweite mit, das Nikon 35mm f1.4. Die Kamera, eine D7000, baumelt ständig schussbereit an einem speziellen Gurt an meiner Seite. So habe ich beide Hände frei, verpasse aber auch gleichzeitig nichts. Reise ich ohne Kinder, packe ich meist noch mein 24-70 f2.8 ein.

Am liebsten aber fotografiere ich zur Zeit mit meinem iPhone und lade meine Bilder meist direkt in mein Instagram Feed oder fasse sie später zu einer Instagram-Travelstory zusammen. Tatsächlich lasse ich das professionelle Equipment immer häufiger links liegen und schiesse stattdessen Handyfotos.

Ich habe mittlerweile gelernt, dass weniger Equipment für mich ‘mehr’ ist – vor allem bei 36 Grad wie in Málaga – und zoome stattdessen mit den Füßen.

Mittlerweile habe ich es aufgegeben, eine perfekte Fototasche für meine Zwecke zu finden. Ich habe so viele ausprobiert, ich behaupte daher, es gibt einfach keine.

Es hängt also von der jeweiligen Reise ab, welche Ausrüstung ich mitnehme. Neben Iphone, der Nikon und den Objektiven habe ich ab und an mal einen Blitz dabei und natürlich mein kleines Mac Book Air und/oder mein Ipad, meine Flipcam, viele Speicherkarten und Ladekabel, ein Kartenlesegerät, ein Connection Kit fürs Ipad, mehrere Akkus und oft auch mein Roland Diktiergerät.

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Morgennebel am Eiffelturm um das Anstehen dort auf ein Minimum zu reduzieren. Eines von Heikes besten Iphone Fotos.

Welches fotografische Basiswissen sollte man sich deiner Meinung nach mit dem Kauf einer digitalen Spiegelreflexkamera aneignen um nicht nur mit der Auto-Funktion zu fotografieren?

Du sprichst es an: Versucht zu verstehen, wie Blende und Verschlusszeit eurer Kamera zusammenspielen. Erst dann habt ihr wirklich Einfluss auf eure Fotos. In vielen Situationen ist eine Halbautomatik ausreichend, bzw. sogar sinnvoller als komplett manuell zu fotografieren. Wenn ich unterwegs bin, fotografiere ich meist mit Blendenpriorität. Das heißt, ich gebe die Blende vor, die Kamera regelt die Verschlusszeit automatisch. Wichtig dabei ist, dass der ISO-Faktor hoch genug ist, damit die Kamera genug Spiel hat für kurze Belichtungszeiten und die Bilder nachher nicht unscharf sind.

Gibt es ein kulturelles Missverständnis, das dir jetzt noch peinlich ist? 

Hm, an kulturelle Missverständnisse kann ich mich nicht erinnern. An sprachliche dagegen schon. Zuletzt war ich in Prag und sah mich mit Händen und Füßen fuchteln um rüber zu bringen was ich meine. Ich habe mir vorgenommen, vor meinen nächsten Reisen zumindest einige wichtige Worte zu lernen. Eine Form von Respekt zumindest ‘Bitte’ und ‘Danke’ sagen zu können. 

 

Was war die unbequemste Nacht auf deinen Reisen bisher? 

Meine bisher unbequemste Nacht auf Reisen liegt einige Jahre zurück. Wir hatten eine Nachtfahrt mit dem Greyhound gebucht von Sydney nach Byron Bay, um die Kosten für eine Übernachtung zu sparen. Allerdings war in dem Bus die Heizung kaputt, und die Nächte in New South Wales waren arschkalt. Ich habe – trotz Schlafsack! – noch nie so gefroren…

Was war dein ungewöhnlichste Fortbewegungsmittel?

Mein ungewöhnlichstes Fortbewegungsmittel war ein Sampan – so ein traditionelles, vietnamesisches Ruderboot, in dem nicht traut sich groß zu bewegen. Damit sind wir durch einen Seitenarm des Mekong gefahren. Gesteuert hat das Boot eine Frau, die hinter mir stand. Es war faszinierend weil wir komplett geräuschlos durch das Wasser glitten.

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Eines der vielen Boote, auf denen man völlig lautlos durch das Mekong Delta in Vietnam gleiten kann. Foto: Heike

Gibt es etwas was du komplett verabscheust auf Reisen?

Ich hasse das Kofferpacken. Ich brauche viel zu lange dafür, schleppe meist zu viel mit und vergesse trotzdem oft etwas.

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Rauh, einsam und weitläufig. Auf der Ile d’Oleron im Atlantik. Foto: Heike

Was war die merkwürdigste Speise, die du je gegessen hast? 

Ich glaube, die Speisen, die so merkwürdig gewesen sind, dass ich sie hier hätte aufzählen können, habe ich kurz vorher doch stehen lassen. Dazu zählt definitiv Vegemite und dazu zählt vor allem ein französisches Gericht, das ich aus Neugier bestellte, obwohl ich nicht wusste was es war. Der Gestank, den das Essen ausströmte, warnte mich vor dem Verzehr. Zuhause erfuhr ich, dass es sich um Hoden gehandelt hatte. HODEN. Oh Gott, mir wird schon wieder übel…

Wie schaut deiner Meinung nach ein perfekter Tag in Köln aus? (Für jemand der zum ersten Mal in der Stadt ist)

Ein perfekter Tag in Köln beginnt mit dem besten Milchkaffee der Stadt. Den gibt’s im Café Orlando in der Engelbertstraße. Bestellt das Müsli mit frischem Obst dazu! Das bringt euch durch den Tag. Wer shoppen möchte, findet in der Straße viele kleine Boutiquen. Von da aus springt ihr in die Straßenbahn, fahrt über den Rhein zum Deutzer Bahnhof und fahrt auf den Köln Triangle. Ein riesiger Turm mit einer Besucherterrasse im 27. Stock. Ihr habt einen großartigen Rundum-Blick über die ganze Stadt von da oben. Besonders toll zum Sonnenuntergang. Vom Triangle lauft ihr über die Hohenzollernbrücke, an der gefühlte 1 Million Lovelocks hängen, auf die andere Rheinseite und könnt den Dom und die Altstadt besichtigen und das Museum Ludwig. Empfehlen kann ich aber auch einen Besuch im Kölner Zoo und eine Fahrt mit der Kölner Seilbahn.

Abends lasst ihr die überteuerte Altstadt links liegen und fahrt ins Belgische Viertel, zum Brüsseler Platz. Dort gibt es unzählige entspannte Bars und Restaurants.

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Aussicht Triangle. Foto: Heike

Regelmäßig fahre ich auf die Plattform in der 28. Etage des Köln Triangle! Man kann tolle Fotos machen, vor allem zum Sonnenuntergang. Und ihr einen fantastischen Blick über die Stadt und mal einen anderen auf den Kölner Dom.

 

Welche 3 Reiseblogs liest und verfolgst du regelmäßig?

Ich lache regelmäßig mit und über ‘The Everywhereist’. Geraldine hat einen so trockenen Humor – dafür liebe ich sie! Selbst als sie die furchtbare Diagnose ‘Gehirntumor’ erhielt, verarbeitete sie das mit einem Artikel. Und ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Sie nannte den Tumor übrigens Steve.

Und ich verfolge ich unheimlich gern den Blog ‘Pret à Voyager’ von der Grafik Designerin Anne Dittmeyer, die auch in Paris lebt, aber auch sehr viel unterwegs ist. Wer nach Paris reist, sollte vorher unbedingt in ihrem Blog vorbeischauen!

Ansonsten lese ich sehr den Blog von David Lebovitz. Ein ebenfalls in Paris lebender Amerikaner und ‘Pastry Chef’, der neben vielen Foodposts aber auch viel über Paris erzählt, die Pariser Märkte und über seine Reisen.

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Es mag eine noch so touristische Aktion sein. Aber ein Blick vom Eiffelturm lohnt! Foto: Heike

Deine neueste Entdeckung im Internet? (oder auch iPhone App)

Seit ein paar Tagen gibt es die offizielle Pinterest App für das Ipad! Die macht viel Spaß und ist schell.

Das beste Frühstück der Welt gibt es…

…dort, wo ich einen Milchkaffee bekomme, etwas zu essen, einen kleinen Platz auf einer Terrasse und auf das Meer sehen kann. ODER die vielen Menschen beobachten kann, die an mir vorüberziehen.

Wenn ich allein verreise, könnte ich stundenlang über Märkte und durch Städte laufen und fotografieren. Ich mag überhaupt keine gestellten Aufnahmen. Streetfotografie dagegen sehr.

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Senioren in Malaga. Foto: Heike

Wohin werden dich deine nächsten Reisen führen?

Laut Kalender herrscht in den nächsten Monaten noch Kuddelmuddel. ;-) Einiges steht aus, ob alles klappt kann ich noch nicht sagen. Auf jeden Fall werde ich einige Tage in Dubai verbringen, der Toskana und wahrscheinlich in Myanmar. Für das nächste Jahr plane ich aber eine längerer Reise zusammen mit den Kids in den Sommerferien. Wohin und wie lange – darüber grübele ich die nächsten Monate nach..

Danke!

Vielen Dank für das Interview!

 

Willst du auch tripwolf Reiseblogger des Monats werden? Dann kontaktiere uns per Mail oder über @tripwolf_DE  und überzeuge uns mit einem kurzem E-Mail. 

 

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