2005 war ein heißer Sommer. Der Grund warum ist das noch so genau weiß ist eine InterRail-Reise durch Deutschland und Holland samt Zelt im Gepäck. Selten habe ich soviel Zeit schwitzend in Zügen verbracht. Einpacken, auspacken, Zugplan checken und weiter gings. Eine endlose Aneinanderreihung von Eindrücken untermalt mit dem Rauschen der Züge.
Meine Erinnerungen an meinen ersten Aufenthalt in Amsterdam beschränken sich daher auch nur auf zwei Begebenheiten. Erstens, den griesgrämigen Busfahrer, der uns mit unserer riesigen Portion Flamse Frites nicht in den Bus steigen lies. Weil wir hungrig und die Flamse Frites unglaublich gut haben wir dann tatsächlich zwei Buse fahren lassen. Zweitens: Tags drauf haben wir uns das Rotlichviertel dann noch bei Tageslicht angeschaut und in einem kleinen Waschsalon unsere gesamte Wäsche gewaschen. Während unsere Kleidung gewaschen und getrocknet wurde saßen wir in Bikini und Boxershort vor dem Shop und genossen Lachsbrötchen mit Kren und Dille. Zwei prägende Erlebnisse in meiner kurzen Karriere als InterRail Backpacker.

Klischee ole: Ich am “t” vorm Hotel. Foto: Lea
Seitdem habe ich es nicht mehr nach Amsterdam geschafft. Vielleicht esse ich auch einfach zu gerne in Bussen. Letzten August hat es dann aber trotzdem geklappt. Diesmal mit Hotel, Bett und sauberer Kleidung. Yvonne und ich, ein Bettchen im Meiniger Hotel, viel Coffee & Cigarettes, Tiramisu und zwei relaxte Tage mit Bussen, die nach “Borneo Eiland” fuhren und einem tollen Designmarkt vor der Tür (Zimmertüre).
Totale Uitverkoop! (Ausverkauf), Shopping
Nachdem im Hotel selbst am Sonntag der Dawanda Designmarkt stattgefunden hat, haben wir uns shoppingmäßig etwas zurückgehalten. Ganz toll ist in der Rozengracht der Store des holländischen Labels Kitschkitchen. Maison Scotch, eine meiner Lieblingsmarken kommt ebenfalls aus Amsterdam und hat zB einen wunderbaren Store im Heiligeweg 34/36.
Smakelijk! (Guten Appetit), was man gegessen haben muss
Morgens. Hagelslag war schon lange vor meiner ersten Holland-Reise mein Lieblingsessen aus Holland. Nichts ist so gut wie Schokolade-Streusel auf heißem Toastbrot am Morgen. Den Hagelslag (“Hagelsla-ch-” ausgesprochen) gab es sogar am Frühstücksbuffet!

Hagelslag und der Tag kann kommen. Foto: Lea
Mittags haben wir Bitterballen verkostet, eine Empfehlung von dem netten Herren am Hinflug. Am besten schmecken diese Fleischkroketten mit einem Glas kühlen Bier. Meinte zumindest der nette Herr aus dem Flugzeug. Eistee schmeckt auch ganz okay dazu, meine ich.

Wir essen Bitterballen im Zentrum und fühlen uns sehr touristisch. Foto: Lea
Abends haben wir selbst gekocht zur Verwunderung der anderen Hotelgäste. Aber wozu gibt es schließlich eine Küche und im Supermarkt mit dem klingenden Namen “Albert Heijn” gibt es auch jede Menge tolles Essen.

Ein perfektes Dinner. Foto: Lea
Slaap lecker! (Schlaf gut), die Unterkunft
Wir haben im frisch eröffneten Hotel Meininger übernachtet, etwas außerhalb vom Stadtzentrum bei der Station Sloterdijk (ca 20min mit dem Bus, den man mit der Amsterdam Card verwenden kann), dafür ebenfalls nur ca 10 Minuten Zugfahrt vom Flughafen. Perfekt also auch für Leute, die einfach eine Unterkunft für eine Nacht vom Flughafen aus brauchen. Das Hotel ist ziemlich groß (8 Etagen!) und hat über 200 Zimmer – dafür hat man die Wahl zwischen einem kleinen Einzelzimmer und großen 7-Bett Zimmern.
Bei unserem Besuch funktionierte das WLAN nur in der Lobby, der Ausbau auf die Zimmer ist aber geplant. Zum Frühstück gabs natürlich nicht nur Hagelslag (auch wenn das für mich ausreichen würde) sondern auch ein simples, aber gutes Käse/Schinken/Toast Buffet.

Eins der Zimmer während des Designmarktes. Foto: Lea

Die Badezimmernische im Zimmer. Foto: Lea
Offenlegung: Danke an das Meininger Hotel Amsterdam für die nette Einladung. Alle Meinungen und Eindrücke sind -wie immer- meine eigenen.
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