Kategorie: Reiseplanung
pix Alternativ durch Berlin: Velotaxi, Solarboot oder Rikscha?

Berlin ist die neueste Stadt, die mir jemals untergekommen ist.” Wenn Kirsten Marc Twain aus dem 19. Jahrhundert zitiert, fühlt sie sich verstanden. Oder besser gesagt, ihre Stadt, die für die US-Amerikanerin aus Colorado seit 15 Jahren zur Heimat geworden ist. Das erzählt sie uns heute in ihrem starken deutsch-amerikanischen Mischmasch, während sie über die Bürgersteine und Fahrradwege rollt. Kirstin, die in ihrem echten Leben eigentlich Röcke näht, führt uns nämlich heute durch die Stadt.

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StadtführerInnen oder TaxifahrerInnen – Velotaxis können beides. Foto: Doris

Und wie Ihr Euch vorstellen könnt, handelt es sich dabei nicht um eine normale Taxifahrt: Nein, Kirsten ist seit Mai halbtags im Velotaxi unterwegs.

Bis zu vier Stunden dauern die Touren, die TouristInnen aus aller Welt auf andere Art und Weise durch Berlin führen. Gut, dass die RadlerInnen (die meisten sind Männer) da elektronische Unterstützung haben – ja, sie sind mit E-Bike unterwegs. “Allerdings reicht die Batterie nur für sechs Stunden”, klärt mich Kirsten zwischen Berliner Tiergarten und Brandenburger Tor auf, “das muss man sich an einem 8-Stunden-Tag schon einteilen.” Fit wird man in jedem Fall bei dem Job, außerdem lernt man jede Menge über seine Stadt. “Ich verstehe mich mehr als Stadtführer”, stellt Kirstens Kollege Joachim sicher – und auch der Dritte im Bunde, Christof, erfreut meine Kollegin, die mit ihm mitfährt, durch sein breites Wissen vor allem in Sachen Architektur.

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Die große Frage: Wohin geht es heute? Velotaxifahrer vor der Tour. Foto: Doris

Ja, so eine Velofahrt ist schon etwas Besonderes: Abenteuerlich, um genau zu sein. Da quetscht man sich mit seinem Gefährt durch parkende Autos hindurch, da schrammt man schon knapp am Bus vorbei, kommt immer wieder vor die Linse diverser HobbyfotografInnen und rumpelt gehörig über die Bordsteinkanten. Gehört alles zum Spaß dazu – genauso wie das Frieren an der frischen Spätsommer/Herbstluft. Gottseidank haben wir als MitfahrerInnen Decken bekommen.

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Einmal durchquetschen bitte. Mit dem Velotaxi kein Problem. Foto: Doris

Kirsten wird es sicherlich nicht kalt. Sie radelt und strampelt, erzählt zwischendurch noch von ihrem Lieblingsclub und dem In-Designer, den man in Berlin einfach gesehen haben muss! Die Velotaxistas mieten ihre Gefährte an: Mit 6 Euro/ Tag unter der Woche und 14 Euro für das Wochenende ist man dabei. Dann bekommt man Touren zugeteilt (so wie unsere) oder kann am Brandenburger Tor oder anderen beliebten TouristInnenpunkten auf Gäste warten. “Gestern musste ich jemanden sogar zum Krankenhaus”, berichtet Kristen von einer etwas anderen Fahrt. Passiert ist dabei zum Glück nichts, genauso wenig wie auf unserer 2-stündigen Fahrt. Wir werden beim Vietnamesen abgeladen – und Kirsten, Joachim und Christof, für die geht es weiter zur nächsten Tour!

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Mittendrin statt nur dabei – Kirsten in ihrem Velotaxi. Foto: Doris

Velotaxis sind nicht die einzige Möglichkeit, sich alternativ durch Berlin führen zu lassen: Ähnliche Touren, auf denen man nur durch die Muskelkraft des Fahrers durch Berlin kutschiert wird, bieten auch die Biketaxis. Wer es lieber (noch) exotischer hat, der mietet sich am besten eine traditionelle asiatische Fahrradrikscha. In einer solchen kann man übrigens auch Heiraten, dann wird das Gefährt einfach weiß geschmückt.

Lieber zu Wasser statt an Land?! Auch kein Problem, schließlich besteht das Stadtgebiet von Berlin zu über sieben Prozent aus Wasser, darunter 180 Kilometer schiffbare Wasserstraßen. Genau richtig für Touren von Der Kanutourist. Im 2-er Kayak geht es mit Profi-Führer durch Berlin und Umgebung. Oder man lässt sich im Solarboot quer durchs Regierungsviertel und den Landwehrkanal schippern: Das machen die Guides von Solarpolis. Wer lieber selbst Hand anlegen möchte, kann sich bei der Solar Water World AG auch die Solarboote mieten und selbst fahren. Einen Führerschein braucht man dafür übrigens nicht.

In Berlin hat man wirklich die Qual der Wahl! Also, was wird es heute – Rikscha, Solarboot oder doch lieber Velotaxi?

Eingeladen von Deutsche Zentrale für Tourismus in Kooperation mit Tourismus Marketing Brandenburg, Fly Nikiund visitBerlin durfte ich einige Tage in Brandenburg und Berlin verbringen. Herzlichen Dank dafür.
Die Meinungen und Ansichten in dieser Geschichte bleiben meine Eigenen. 

Nähere Infos zum Reisen in Berlin findet Ihr hier: visitBerlin

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