Kategorie: Transsibirisches Abenteuer
pix Zugfahren in Russland und im postsowjetischen Raum | Teil 2

Teil 2: Die Zusammenfassung   (Teil Eins könnt ihr hier nachlesen)    

Kosten

Die Preise für ein Bett in beiden Klassen können zwischen Zügen um Einiges variieren. Russische Züge sind unterschiedlich alt und schnell, in den neueren, schöneren sind Tickets oft viel teurer als in alten. Der Preisunterschied zwischen den Klassen kann ebenfalls sehr groß sein. Manchmal ist ein Bett in der 2. mehr als doppelt so teuer wie eines in der 3. Klasse, manchmal ist der Kostenunterschied gering.

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Foto: Eli

Nebenbemerkung: Kostenunterschiede bei der Buchung

Es kommt bei den Preisen natürlich auch darauf an, wo man Tickets kauft.  Ich habe die meisten im Vorhinein über die Agentur Real Russia gebucht, die meines Wissens für eine Buchungswebsite auf Englisch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis anbietet. Wenn man Tickets in Russland am Bahnhof ersteht, sind sie natürlich viel billiger als über einen Mittelsmann, Verfügbarkeit ist aber nicht garantiert. Auch auf der Website der Russischen Bahn sind Tickets billiger als über Agenturen, nur ist diese auf Russisch. Andere Reisende berichten, dass man mit Kyrillischkenntnissen plus Hausverstand sich via dieser Website Tickets kaufen kann, mir persönlich war das aber zu schwierig.

Infrastrukturelle  Unterschiede

…gibt es eigentlich keine. Es gibt in beiden Klassen immer zwei W.C.s pro Abteil. Bettwäsche und ein kleines Handtuch sind meistens im Ticketpreis beider Klassen inbegriffen.

Frauen allein im Zug

In der 3. Klasse fühlte ich mich als Frau wirklich sicherer als in der 2.. Die russischen Frauen bevorzugen selbst Platzkartny, wenn sie alleine oder mit Kindern reisen. So trifft es in der Praxis zu, dass man in Kupé das Abteil oft mit Männern teilen muss, in Platzkartny es dagegen immer einen hohen Frauen- und Kinderanteil gibt.

In gewissen Zügen ist es in der 2. Klasse möglich, ein Bett in einem Frauenabteil zu buchen. Da die Trans-Sibirische Eisenbahn nicht aus einem Zug besteht, sondern ein Netzwerk aus vielen verschiedenen regionalen und internationalen Zügen, die diese Region durchqueren, ist, kommt das immer auf den Zug an.

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Bahnsteig in Kasachstan. Foto: Eli

Schlusswort: Der mittlere Weg ist der beste Weg

Mein Erfahrungen mit der 3. Klasse waren insgesamt besser als die mit der 2.: die Leute waren oft kontaktfreundlicher, man hat auch die Möglichkeit, mehrere Menschen zu treffen. Nachdem ich aber innerhalb von zwei Monaten so viele verschiedene Zugfahrten unternommen hatte, war ich gegen Ende der Reise schon eher in Richtung Kupé/inneren Frieden gestimmt.

Resümee:

Ich würde bei mehreren geplanten Zugfahrten innerhalb Russlands oder den GUS-Ländern* die super sozialen Platzkartny-Fahrten mit einer gelegentlichen Kupé-Erfahrung variieren. Manchmal will man bei so viel Abenteuer einfach ein bequemes Bett und seine heilige Ruh.

*In den Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten sind viele Züge den Russischen sehr ähnlich, obwohl das auf das Land ankommt. Alle Langstreckenzüge, mit denen ich in Kasachstan und Usbekistan unterwegs war, sind von einer Russischen Stadt losgefahren und waren daher russische Züge. Wenn man aber mit einen Zug aus China anreist, werden die Züge vermutlich Chinesische  und dementsprechend unterschiedlich sein.

 

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