Kategorie: Tipps
pix Meine Reisetipps für Bali fernab vom Massentourismus

Gastartikel von Jana Zieseniß von www.sonne-wolken.de.

Bali ist wohl das Traumreiseziel schlechthin und nicht nur bei Honeymoonern äußerst beliebt. Die Indonesische Insel verzaubert Reisende aus aller Welt mit ihrer ausdrucksstarken Kultur, traumhaften Ständen,  sowie einer der weltbesten Surfhotspots und das alles auf 5600 Quadratkilometern. Damit ist die Insel gerade mal ein viertel so groß wie Hessen.

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Surfer going home in Kuta. Foto: Jana

Kein Wunder also, dass es hier schnell eng wird, wenn in der Hauptsaison im Juli/August oder Dezember/Januar die Touristenhorden anreisen. Dabei kann es manchmal ganz schön stören, wenn man den schönen Sonnenuntergang beispielsweise am berühmten Meerestempel Tanah Lot mit hunderten anderer Menschen teilen muss. Und das führt mich auch gleich zu meinem ersten Tipp, wie man auf Bali die Touristenmassen umgeht und das Traumziel genießen kann das Bali einmal war.

Tip 1: Die beste Reisezeit

Der Klassiker, aber man kann es nicht oft genug erwähnen: Auf Bali unterscheidet man zwei Jahreszeiten: die Regenzeit und die Trockenzeit. Die Regenzeit geht von Oktober bis April, die Trockenzeit beginnt im Mai. Die touristische Hauptsaison ist im Juli/August sowie  rund um die Weihnachtsfeiertage. Generell kann man sagen, dass Bali auch in der Regenzeit ein empfehlenswertes Reiseziel ist. Die Niederschläge halten sich insgesamt in Grenzen und die Landschaft ist herrlich grün. Wir sind im Juni – also in der Zwischensaison – nach Bali gereist. Zu dieser Zeit war es noch deutlich leerer als in der Hauptsaison und die Strände sind noch sauber.

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Verkehr gibt es eigentlich immer viel. Foto: Jana

Tip 2: Das richtige Fortbewegungsmittel

Mobilität ist das A & O, wenn man Touristenmassen meiden möchte. Wenn man sich nicht selbst ans Steuer setzen möchte – die Straßen sind meist schlecht und die indonesische Fahrweise naja sagen wir mal rasant – kann sich ziemlich preiswert ein Auto mit Fahrer mieten. Transportservice gibt es an jeder Ecke. Hier sollte man entweder auf Tipps von anderen Travellern vertrauen und/oder sich in einem längeren Gespräch ein Bild von dem potentiellen Fahrer machen. Ist man sich sympathisch kann man gemeinsam die gewünschte Route abstecken und profitiert von der Insiderkenntnis eines Einheimischen. Wir selbst sind einer Empfehlung gefolgt und haben auf Bali nicht nur einen tollen Fahrer, sondern auch einen neuen Freund gefunden. Die Einladung zum Essen zu sich und seiner Frau werden wir bei unserem nächsten Balitrip gerne einlösen.

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Unser Guide und ich. Foto: Jana

Tip 3: Den Süden meiden

Das touristische Ballungszentrum von Bali ist der Süden. Für die meisten Reisenden ist die Stadt Kuta die Eintrittsforte nach Bali und auch wir haben unsere Reise dort begonnen. Verstopfte Straßen, Hupkonzerte sowie ein pulsierendes Nachtleben sind charakteristisch für Kuta und haben wir erst mit der Zeit lieben gelernt. Natürlich ist der Süden Balis auch für seine breiten Sandstrände und grandiosen Surfspots bekannt. Wer jedoch auf der Suche nach Erholung und leeren Stränden ist, ist hier falsch.

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Kuta Strand untertags. Foto: Jana

 Tip 4: Ruhige Strände und viel Erholung im Norden Balis – ein guter Kontrast zum touristischen Süden der Insel

Wer es gerne ruhiger mag, findet in Balis Norden Ruhe und Erholung an einsamen und zum Teil menschenleeren Stränden. Allerdings muss man in Kauf nehmen, dass die Strände hier auf Grund des vulkanischen Bodens eine gräuliche Färbung haben. Dafür geht das Leben hier noch seinen gewohnten Gang und man kann im Morgengrauen die Fischerboote auf den Ozean hinausfahren sehen. Und mit ein wenig Glück lassen sich die Delfine, für die die Region um Lovina bekannt ist, sogar vom Strand aus beobachten.

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Der ruhige Norden Balis. Foto: Jana

Tip 5: Sehenswürdigkeiten, die noch nicht überlaufen sind:

Bei einer Bali-Reise darf natürlich ein Besuch eines heiligen Hindu-Tempels nicht fehlen. Täglich fahren hunderte Busladungen zu den bekannten Meerestempeln Ulu Watu im Süd-Westen sowie Tanah Lot im Süden der Insel. Wer die heiligen Stätten nicht mit hunderten Anderer teilen möchte, besucht am besten solche, die nicht bekannt, aber nicht minder schön und für die Balinesen ebenso bedeutend sind. Folgende Tempel konnten wir fast alleine genießen:

-      Der Pura Luhur Batukaru, am Fuße des 2.276 m hohen Vulkans Gunung Batukaru ist idyllisch mitten im Dschungel gelegen.

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Batukaru, ein lohnenswertes Ausflugsziel. Foto: Jana

-      Der am Südwesthang des Gunung Agung-Vulkans gelegene Tempel Pura Besakih ist quasi der Tempel aller Tempel auf Bali. Trotz seiner Bedeutung für die Balinesen, fanden wir dort erstaunlich wenig Touristen vor.

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Besakih. Foto: Jana

-      Goa Gaja, die Elefantenhöhle liegt nur wenige Kilometer von Ubud entfernt. Obwohl der Tempel bei Touristen sehr beliebt sein sollen, waren wir fast alleine dort.

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Goa Gaja. Foto: Jana

-      Pura Gunung Kawi – Die in den Stein gemeißelten Grabmale zählen zu den eindrucksvollsten Kulturstätten Balis – Massentourismus Fehlanzeige.

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Kawi. Foto: Jana

Alle diese Tempelanlagen sind sowohl aus Kuta als auch aus Ubud bequem für einem Tagesausflug zu erreichen.

Wer trotzdem nicht auf einen Besuch von Ulu Watu oder Tanah Lot verzichten möchte, der sollte dort vielleicht einmal statt dem Sonnenuntergang den Sonnenaufgang genießen. Wer sich früh Morgens aus den Federn gequält hat, wird die Tempelanlagen dafür menschenleer erleben.

Tip 6: Ein paar Tage in Ubud verbringen

Auch wenn Ubud nicht erst seit dem Film „Eat, Pray, Love“ kein Geheimtipp mehr ist, empfehle ich trotzdem, während eines Baliaufenthaltes ein paar Tage dort zu verbringen. Nirgendwo sonst auf der Insel kann man die Kultur und Religion Balis so erleben wie dort. Und wenn am frühen Abend die Tagestouristen die Künstlerstadt verlassen haben, wird es erstaunlich ruhig in Ubud. Statt eines glitzernden Nachtlebens gibt es hier am Abend Tanzaufführungen, für mich eines der Highlights überhaupt.

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Traditionelle Tanzaufführung in Ubud. Foto: Jana

 

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4 Comments

  1. Posted 2. November 2012 at 19:00 | Permalink

    ubud ist zauberhaft und kecak ein beeindruckender teil balinesischer kultur. spannend, was sich bei so einer auffuehrung beobachten laesst:

    http://weltreisender.in/indonesien/20-12-2011-bali-das-traumschiff-legt-an/

    viele gruesse, markus

  2. Bine
    Posted 7. November 2012 at 17:26 | Permalink

    Unser Bali-Urlaub war zwar schon 1991, aber Lovina Beach im Norden ist einzigartig gewesen, zumindest damals empfehlenswert: Dolphintour zum Sonnenaufgang und Schnorcheln in den fischreichen vorgelagerten Felsen. Beide Touren machten wir miteinem einhimischen Fischer auf seinem Auslegerboot.

    Candi Dasa an der Ostküste war damals ein quirliger netter Ferienort, in der Nähe auch ein traditionelles Dorf.

    In Ubud verbrachten wir auch einige Tage – himmlisch! Bambusbungalow am Regenwald, im Familien’gebäude’, einer Ansammlung Bungalows für unterschiedliche Zwecke (Küche, Essen etc), auch unser Häuschen wurde mit den tageszeitabhängigen Opfergaben bedacht.

    Kuta war damals schon absolut überlaufen!

    Muss man beigewohnt haben: Feuer-Bestattungen. Zu gewissen Zeiten bestimmen Priester den optimalen Zeitpunkt für Bestattungen. Wir hatten das Glück, als einzige ausländische Gäste bei einer Dorfbestattung von drei Leuten beisein zu dürfen. Es war ein unbeschreibliches Fest, da die Seelen nach der Verbrennung in den Nachkommen wiedergeboren werden – diese Anschauung und Akzeptanz des Todes hat mir persönlich unheimlich viel mit auf den Weg gegeben…

    Noch was: Juli/August: Winter! Sonnenuntergang ca 18.15 Uhr, danach SOFORT absolut dunkel!

    Danke für den Bericht und die Fotos!
    Bine (die auch noch einmal auf diese beeindruckende Insel will)

  3. Posted 9. November 2012 at 14:30 | Permalink

    Es gibt noch viel mehr “unbekannte” Gegenden in Bali, die einen Besuch wert sind, z.B. die Südostküste (Klungkung etc.),
    die Gegend um Batur, der Bratansee und Jimbaran mit seinen Mekepungs (Ochsenkarrenrennen), den Bali Nationalpark usw.
    Seht Euch einmal den Trailer meiner Website an.

  4. Posted 30. Juli 2014 at 18:33 | Permalink

    Danke für die tollen Eindrücke -Toller Bericht, super Bilder! Macht richtig Lust auf eine Rundreise :)

3 Trackbacks

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  2. By Traumreiseziel Bali? » Sonne & Wolken on 10. August 2013 at 00:04

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  3. By Kaffeeklatsch mit: Jana | Fernweh und so on 14. September 2013 at 13:49

    [...] Bei Tripwolf war sie bereits Reisebloggerin des Monats und hat dort auch einen Artikel über ihre Bali-Reise veröffentlicht. Wer Jana regelmäßig verfolgt, weiß auch, dass ihr Blog Anfang des Monats von [...]

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