Kategorie: Berge, Reiseblogger des Monats
pix Reisebloggerin des Monats: Felicia von travelicia.de

Unsere erste Reisebloggerin des Jahres 2014 ist eigentlich Marketing Spezialistin, aber nebenbei auch noch eine digitale Nomadin der ganz besonders abenteuerlichen Art. Um auf den Gipfel des Kilimandscharo zu kommen, scheut sie keine Anstrengung, und wer kann schon von sich behaupten, auf einem Pferd durch die Mongolei geritten zu sein? Felicia von travelicia.de kann das!

 
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Felicia auf Nusa Lembongan, Bali. Foto: Felicia

 

Wie würdest du deinen Stil zu Reisen in 5 Wörtern bezeichnen?
Spontan-Action-Wasser-minimalistisch-relaxed

Seit wann gibt es deinen Blog und welchen Blogpost würdest du einem Erstbesucher ans Herz legen?
Meinen Blog gibt es jetzt seit knapp einem Jahr und allen neuen Lesern empfehle ich diese 5 Blogposts:

1. http://www.travelicia.de/backpacker-packliste

2. http://www.travelicia.de/backpacking-thailand

3. http://www.travelicia.de/backpacking-gili-islands

4. http://www.travelicia.de/beliebte-backpacker-ziele

5. http://www.travelicia.de/ortsunabhaengig-arbeiten

Du schreibst auf deinem Blog auch über dein Leben als Digitale Nomadin, was macht diesen Lebensstil für dich so begehrenswert?

Als Digitaler Nomade kann man sich sehr gut selbst verwirklichen. Wenn man vom Reisen träumt, ist das die beste Möglichkeit das Arbeiten und Reisen zu verbinden. Dass Digitale Nomaden meist minimalistisch leben, gefällt mir extrem. Auch ich brauche überhaupt nicht viel! Wenig Besitz macht frei!

Gibt es einen Ort, an den du gerne wieder mal zurück möchtest (mit mehr Zeit im Gepäck)?
Auf jeden Fall nach Afrika. Ich war bisher ein paar Wochen in Tansania und Südafrika – das war definitiv zu kurz. In Afrika ticken die Uhren anders und alles geht langsam. “Pole pole”. Um das so richtig aufzusaugen braucht man vor allem eines: Zeit. Ganz toll fände ich auch eine Reise durch mehrere afrikanische Länder wie zum Beispiel Overland von Kapstadt nach Nairobi. 

 
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Unterwegs im Vietnam. Foto: Felicia

 

Gegenfrage: gibt es einen Ort, an den du nie wieder willst?
Nach Myanmar muss ich jetzt nicht noch mal. Es war interessant, aber wirklich sehr anstrengend. Das fing schon bei den Vorbereitungen an, als wir mit einem Haufen US Dollar in bar einreisen mussten, weil es vor Ort keine ATMs gab. Dazu mussten die Scheine komplett neu und unbeschädigt sein. Einige Seriennummern wurden nicht genommen.

Vor Ort hat man sich nahezu wie ein Star gefühlt, da die Einheimischen verständlicherweise einfach (noch) nicht an Touristen gewöhnt waren. Das hat sehr viel Energie gekostet. Das Essen in Myanmar fand ich gar nicht gut. Wenn man irgendwo länger bleibt, ist gutes Essen ein wichtiger Faktor für mich.

Irgendwie fehlte bei unserer Route auch das Meer. Das gibt es zwar, aber der Weg dorthin war mühselig und der Aufenthalt im Gegensatz zu anderen südostasiatischen Ländern teuer.

Dafür sind wir mit dem Heißluftballon über Bagan geflogen, das war natürlich extrem spektakulär. Aber noch mal hin muss ich jetzt nicht.

 
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Bagan. Foto: Felicia

 

Gibt es ein kulturelles Missverständnis, das dir jetzt noch peinlich ist?
Als ich mal mit dem Pferd eine Woche in der Mongolei unterwegs war, haben wir zwischen durch immer an Ger Zelten der Einheimischen angehalten. Die Gastfreundschaft der Mongolen ist ja bekanntlich groß. Zur Begrüßung gibt es also immer ein leckeres Getränk. Airag – vergorene Stutenmilch.

Es enthält Kohlensäure und bis zu 2 % Alkohol. Der Geschmack ist leicht säuerlich und es prickelt auf der Zunge. Kurz gesagt: Schrecklich. Aus Gastfreundschaft trinkt man in der Regel ein paar Schlücke, aber ich habe nicht einen Milliliter von dem Zeug herunter bekommen. Das war mir doch etwas peinlich in der großen Runde der Mongolen.

 
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Hallo aus der Mongolei. Foto: Felicia

 

Was war die bisher unbequemste Nacht auf deinen Reisen?
Definitiv eine Nacht im Zelt auf dem Kilimandscharo in Tansania auf 4.200 Meter Höhe. Es war das letzte Camp vor dem Aufstieg. Die Höhenluft machte mir bereits zu schaffen, es war kalt und die Nacht war kurz. Mitten in der Nacht ging es los. Die letzte Etappe hoch zum Gipfel war die anstrengendste meines Lebens. Eigentlich konnte ich schon nicht mehr als wir losgegangen sind.

 
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Am Kilimandscharo. Foto: Felicia

 

Der erste Teil war nämlich schon sehr steil. Kurz vor dem “Stella Point” hätte ich fast aufgegeben, wenn nicht die Sonne aufgegangen wäre. Das hat mich noch mal motiviert. Dann bin ich sogar vom Stella Point noch bis zum Uluru Peak – dem absoluten Ziel gegangen.

Langsam, aber ich habe es geschafft. Viel sagen oder eine große Fotosession konnte ich nicht mehr machen.

Leider war der Weg wieder runter zum letzten Camp auch noch mal sehr hart.

Welche Superkraft würdest du gerne besitzen?
Interessante Frage. Ich würde ja sagen beamen, aber dann würde ich all die schönen Dinge auf dem Weg zu einem Ort verpassen.

Also hätte ich gerne die Superkraft, dass ich egal wohin ich gehe, alle Menschen in einem Umkreis von 3 Kilometern um mich herum glücklich mache.

Ein komplett unterschätztes Reiseziel sind…

… die Philippinen. Als ich Anfang 2013 dort war habe ich nicht geglaubt, wie wenige Touristen dort in der Hauptsaison anzutreffen sind. Boracay ist vielleicht eine Ausnahme.

Aber nehmen wir doch Palawan und das Paradies El Nido. Strände die noch schöner sind als in Thailand. Aber es ist natürlich viel schwerer zu erreichen. Man merkt aber, dass die Philippinen gerade mehr und mehr auf den Radar der Backpacker kommen. Ich liebe dieses Land!

 
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Tauchen auf den Philippinen. Foto: Felicia

 

3 Dinge, die du immer im Handgepäck hast?
Mein Buffy Tuch, meine Kamera und eine Wasserflasche.

Gibt es etwas was du auf Reisen verabscheust?
Wenn ich aus dem Paradies in eine große Megametropole wie zum Beispiel Kuala Lumpur komme. Überall Klimaanlagen in den Bahnen, dicke Einkaufszentren, Menschenmassen, niemand lacht und alle sind in Eile. Und ich mitten drin mit meinem Flipflops und Rucksack. Dann denk ich mir: Was zum Teufel mach ich hier??

Darüber hinaus fahre ich nicht gerne Bus. Lange Strecken machen mich fertig. Wenn sie auch noch kurvig sind, sterbe ich.

Was war die merkwürdigste Speise, die du je aufgetischt bekommen hast?
Wenn es um Activities geht, bin ich die Erste, die überall dabei ist. Wenn es um Essen geht überhaupt nicht. Die merkwürdigsten Speisen gab es definitiv in China. In der chinesischen Stadt Chongquin ist der scharfe “Hotpot” sehr berühmt. Du wählst vorher Gemüse, Fleisch oder Fisch auf Sticks, die du dann später in der heißen und gegebenenfalls verdammt scharfen Hotpot-Brühe garst.

Leider kann Dir bei den Spießen keiner sagen was genau das ist und da waren wirklich seeeeeeeehr merkwürdige Sachen dabei. Keine Chance sich mit den Chinesen zu verständigen!

Gab es schon einmal eine Situation auf einer Reise, in der du so richtig Angst bekommen hast?
Kurzzeitig Angst hatte ich mal beim Landeanflug auf die vietnamesische Insel Phu Quoc. Der Mini-Flieger mit Propellern ist nämlich kurz vor der Landebahn wieder durchgestartet ohne das der Pilot auch nur irgendetwas gesagt hat. Einige Zeit später lief dann ein Pilot durch den Gang. Muss wohl der Co-Pilot gewesen sein.

 
Feli Philippinen Strand Nähe El Nido 500x666 Reisebloggerin des Monats: Felicia von travelicia.de

Am Strand auf den Philippinen, in der Nähe von El Nido. Foto: Felicia

 

Was oder wer inspiriert dich beim Reisen?

Generell inspirieren mich die Ruhe und Natur. In unserer hektischen Welt zu Hause in Berlin kommen mir viel weniger Ideen, als wenn ich unterwegs bin – weit weg von Konsum und Menschenmassen. Ich denke das geht vielen so. Natürlich inspirieren mich aber auch Menschen. Vor allem Menschen, die lieben was sie tun. In Sipalay auf der philippinischen Insel Negros habe ich meinen Advanced Tauchschein gemacht. Der Tauchlehrer Ronny strahlte so eine Freunde und so einen Enthusiasmus aus bei dem was er tat, dass er alleine jede Minute zum Highlight gemacht hat. Abgesehen davon war das Tauchgebiet der HAMMER……

Das beste Frühstück der Welt gibt es…

In Deutschland!!! Im Ernst. Ich esse gerne dunkles Brot und das Frühstück ist nirgendwo anders einfach so toll wie hier. Deswegen nehme ich auch immer einen kleinen Pack Schwarzbrot mit auf jede lange Reise. Das hält natürlich nicht lange, aber es ist einfach toll, wenn der Tag kommt, an dem man es auspackt.

Was steht für 2014 noch auf dem Plan?

Jetzt geht es erstmal nach Mexiko. Von dort eventuell weiter nach Belize oder Guatemala. Für 2014 gibt es sonst noch keine Pläne. Die Länder, die momentan auf meiner Hitlist stehen, sind Brasilien, Nicaragua und Neuseeland. Aber das kann sich auch ganz schnell mal wieder ändern!

Ihr könnt Felicia auf ihren Reisen nicht nur auf ihren Blog, sondern auf auf Facebook, Twitter, Instagram oder YouTube folgen.

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3 Comments

  1. Posted 9. Januar 2014 at 08:35 | Permalink

    Die Philippinen sind wirklich toll, waren erstmals vor paar Jahren dort und es zieht uns wieder hin.

    Die Strände sind wirklich traumhaft, das Backpacken aber definitiv nicht so einfach, wie in Thailand. Das mag wohl ein paar Touristen abschrecken.

  2. Posted 10. Januar 2014 at 05:27 | Permalink

    Schönes Interview. Dass die Philippinen nicht so recht auf dem Radar vieler Reisenden ist, bestätigt auch mein eigenes Reiseverhalten: Der Inselstaat ist neben Osttimor das einizige Land, das ich in Südostasien noch nicht besucht habe…

    Ich finde allerdings, dass du Myanmar ein bisschen unrecht tust. Gut, es ist wirklich ziemlich unpraktisch dort zu reisen, wobei ja es mittlerweile ja ATMs geben soll und die hohen Preise wegen des Touristenbooms sind auch eher abschreckend. Aber war mir gefiel: Die Leute sind wirklich super nett und man wird eigentlich nirgendwo belästigt oder abgezockt. Das ist in dieser Region ja keine Selbstverständlichkeit.

  3. Posted 10. Januar 2014 at 19:46 | Permalink

    @Simon: Ja ich denke auch dass das der Grund ist. Ich fahr auf jeden Fall auch nochmal hin auf die Phillis :)

    @Oli: Da hast Du schon recht die Leute waren wirklich freundlich wie gesagt schon fast zuuuu freundlich ;). Ja manchmal kommt irgendwie alles zusammen dass einem ein Land nicht gefällt.

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