Kategorie: Berge, Umweltbewusst, Wellness
pix Zwischen Zirben und Lärchen: auf der Turracher Höhe

Offenlegung: tripwolf Autorin Lena durfte im Sommer auf Einladung des Hotels Hochschober ein paar Tage auf der Turracher Höhe verbringen. Sämtliche Eindrucke und Meinungen sind ihre persönlichen.

 

So schön und vielseitig das Stadtleben auch sein kann, manchmal muss man doch einfach raus. Für einige Tage dem Verkehrslärm, U-Bahn-Grantlern und Supermarkt-Schlangen entfliehen. Von diesem Gefühl heimgesucht, das nicht wenigen Stadtbewohnern bekannt sein dürfte, habe ich mich natürlich über die Einladung des Hotels Hochschober gefreut, doch einige Tage auf der Turracher Höhe an der Grenze zwischen Kärnten und der Steiermark zu verbringen.

 

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Die kleine, beschauliche Ortschaft inmitten des UNESCO Biosphärenparks Nockberge könnte die Antwort derjenigen sein, die sich nicht zwischen diesen beiden österreichischen Bundesländern entscheiden können. Die Landesgrenze zwischen der Steiermark und Kärnten verläuft nämlich mitten durch den Ort Turrach und durch den in seiner Mitte ruhenden Turracher Bergsee. Theoretisch können also Besucher aus Kärnten in die Steiermark schwimmen – der Gebirgssee überschreitet die 18° Celsius Marke allerdings selten und wird daher nur die Hartgesottenen zu dieser Art von Grenzüberschreitung verleiten.

Mit den anderen beiden Bergseen der Gegend, dem Schwarzsee und dem Grünsee, formt der Turracher Bergsee ein Seendreieck und damit eine beliebte Wanderstrecke. Die Wanderwege werden von sanft hügeligen Lärchen- und Zirbenwäldern eingesäumt – der größte Zirbenwald Österreichs liegt auf diesen Höhen. Von meinem mit Zirbenholz ausgekleideten Zimmer angetrieben, dessen herrlichen Duft ich am liebsten mit nach Hause nehmen würde, stapfe ich also über Stock und Stein, um meine Lungenflügel aus erster Hand mit dem harzigen Duft zu füllen. Insbesondere über die zahlreichen Wegweiser am Rand der Wanderwege freue mich mich; ein absolutes Muss, wenn man mit einem derartig verkümmerten Orientierungssinn ausgestattet ist.

 

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Zum Baden komme ich nach meiner Wandertour glücklicherweise trotzdem, aber doch eher im gemütlichen Warmduscher-Stil. Praktischerweise verfügt das Hochschober über einen abgegrenzten Bereich des Sees, der umweltfreundlich mit der überschüssigen Wärme der angrenzenden Fernwärmeanlage beheizt wird. Bei angenehmen Temperaturen um 30° Grad bringen mich keine 10 Pferde in das kalte Wasser des dahinter liegenden Bergsees. Allein der Gedanke daran führt dazu, dass ich lieber die 100° Grad heiße Sauna im Holzhüttenstil und den orientalischen Hammam aufsuche. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Jetzt, wo ich längst wieder mitten im Stadtleben versunken bin, wird es viele andere in die Höhenluft der Turrach verschlagen. Sämtliche Hügel liegen bereits unter einer Schneedecke, der Wintertourismus auf der Turracher Höhe kommt in die Gänge. Endlich werden die zahlreichen Skilifte angeworfen und die Schneeschuhe umgeschnallt.

 

Alle Fotos von Lena Sharma.

 

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Am Land ist man nicht zwangsläufig veraltet und weitab vom Schuss, so beeindruckt mich besonders die Betonung auf Umweltfreundlichkeit, die mir in diesen Tagen mehrmals untergekommen ist. Abgesehen von der schonenden Energieversorgung durch das Fernwärmewerk wird hier großen Wert auf das Wirtschaftskonzept der Gemeinwohl-Ökonomie gelegt. Nachhaltigkeit, soziales Engagement und ein verantwortungsvoller Umgang mit natürlichen Ressourcen werden nach diesem Prinzip so gut wie möglich umgesetzt und einmal jährlich neu evaluiert. Auffallend ist dabei auch, wie schwierig und oft schlicht undurchführbar idealistische Pläne im Tourismus-Bereich sind, beispielsweise in einem großen Hotelkomplex mit mehreren hundert Mitarbeitern. Doch Übung macht bekanntlich den Meister, also sickern Nachhaltigkeits-Konzepte schrittweise in die touristische Branche – indem man ein Baumhaus beispielsweise nicht an den Baum nagelt, sondern diesem lieber sanft umschnallt, damit der Baum unbeschadet weiterwachsen kann.

 

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  1. […] konnte den Sommer bei einer Wanderung auf der Turracher Höhe […]

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