
Nach drei Monaten auf Big Island habe ich fast alles von der größten und jüngsten Insel Hawaiis gesehen: Ich bin über Lavafelder gewandert, habe grüne und schwarze Sandstrände besucht, beinah (!) mit Delphinen geschwommen, … Nur in den Norden habe ich es bisher noch nicht geschafft. Das soll sich bei meinem letzten Roadtrip ändern: Zwei Tage haben Freunde, Maricris und ich, und ich Zeit, auch noch dieses Stück zu erkunden.

Zwei, nein, drei auf einem Roadtrip in den Norden Big Islands. Foto: Doris
Bis nach Hawi geht es an diesem ersten Tag. In der nördlichsten Stadt Hawaiis übernachten wir im Kohala Village Inn. Nicht, dass das verschlafene Nest, in dem es überraschend viele Ateliers und kleine Galerien gibt, mit großer Auswahl punktet. Das ist uns aber ohnehin völlig egal. Zumindest in Sachen Übernachtung, weniger, was das Abendessen angeht. “Habe ich einen Hunger”, merke ich langsam, als mein Magen immer lauter knurrt. Schließlich haben wir außer einem Kehrpaket der Yoga-Community Kalani, in der wir leben und arbeiten, nichts zwischen die Zähne bekommen und sind schon den ganzen Tag unterwegs. Gut, dass John von einem Freund einen heißen Tipp, vielmehr ein “Muss”, empfohlen bekommen hat: Wer Sushi liebt, wird Sushi Rock lieben, so meinte er und zitierte dabei den Slogan des Lokals: “Come taste the Love”. Wir sind überrascht, ein solch buntes und vor allem schmuckes Restaurant im eher unscheinbaren Hawi zu finden. “Wow, das brennt”, der frische Wasabi lockt mir die Tränen in die Augen, “herrlich!” Die Platte, die uns der Chefkoch vorgesetzt hat, ist aber auch so zum Sterben gut. Und dann noch die persönliche Betreuung… vielleicht hat die allerdings mit der Tatsache zu tun, dass John dem hübschen Kellner schöne Augen macht. Maricris und ich schauen uns an und haben in dem Moment den selben Gedanken: Haben wir das Dreierzimmer doch für uns zwei allein? weiterlesen »