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Der angekündigte Untergang – Ein Besuch in Hasankeyf

Kategorie: Geschichtlich, Reiseentwicklungen
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Bis hierher, sagt Ali und hebt Hand in Brusthöhe, werde das Wasser reichen. Alles darunter verschwinde, nur die Spitze eines alten Minaretts werde noch aus den Wellen ragen. Und alles darüber stürze ein. Denn das Wasser wird sich in den Berg fressen, sagt Ali. Die vielen kleinen Höhlen fluten, die Fundamente der Gebäude wegspülen. Und am Ende wird von Hasankeyf nur eine kleine Insel bleiben, mit Trümmern übersät.

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Hasankeyf, vom Schanigarten des Kurden Ali aus betrachtet. Unten im Dorf steht das Minarett aus dem 13. Jahrhundert. Bis hierher wird das Wasser reichen.

Ali ist Kurde. Im Sommer jobbt er – wie die meisten hier – in einer westtürkischen Touristenhochburg, in seinem Fall Bodrum, als Kellner. Den Winter verbringt Ali in seinem ostanatolischen Heimatort Hasankeyf. Dort sitzt er in einem Schanigarten, der etwas über der Stadt liegt. Er trinkt Tee aus einem Tulpenglas. Er blickt hinunter zur Hauptstraße, zu den Marktständen, den Grillrestaurants, zur Brücke über den Tigris, zur Moschee mit den steinernen Ornamenten aus dem 13. Jahrhundert.

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Europas östlichster Ort IV: Das tote Dorf

Kategorie: Allgemeines
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Der Tag beginnt mit einer fast geschichtsphilosophischen Betrachtung des Igor Tanež’, 44 Jahre alt, Bewohner von Workuta: „In Russland gibt es keine Straßen. Nur Lichtungen“, sagt er, während sein Lada Niva, ein robuster Jeep, von einem Schlagloch ins nächste kracht. „Deswegen haben wir Russen auch den Krieg gewonnen. Weil es keine Straßen gibt. Die Deutschen sind steckengeblieben. Die konnten das ja nicht wissen.“

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Wodkafrühstück: Igor Tanez, sein Niva, ein wenig Tundra-Schrott im Hintergrund

Die in diesem Weblog dargestellte Reise führte über Moskau in die heruntergekommene nordrussische Industriestadt Workuta. Jetzt erreicht sie ihr letztes Ziel: Khalmer-Ju, 70 Kilometer von der europäisch-russischen Eismeerküste entfernt. Der östlichste Ort Festlandeuropas.

Die Hinfahrt führt in Igors Niva durch die spätherbstliche Tundra, es schneit ein wenig, der Schlamm steht manchmal hüfthoch. Außerhalb Workutas stehen verfallene Kleinstädte, die einst um Kohlengruben errichtet wurden. Dazwischen aus Stahlrohren geschweißte Kreuze, Hunderte von ihnen. Das sind die Gräber jener Gulag-Häftlinge, an deren Namen man sich heute noch erinnern kann.

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Europas östlichster Ort III: Die Perle des Nordens

Kategorie: Abenteuer, Freizeit, Geschichtlich
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Workuta ist die klischeehafteste Oststadt, die man sich denken kann. Man muss sie eigentlich gar nicht beschreiben: bröckelnde Plattenbauten, schlammgefüllte Schlaglöcher, Fernsehantennenwälder, lecke Rohre, die brückenförmig Straßen überqueren. Man sollte sich das alles bis nur zur maximalen Östlichkeit gesteigert vor Augen führen.

 Europas östlichster Ort III: Die Perle des Nordens

“Friede der Welt”, schreit diese Hauswand

Auf den Fassaden rosten die alten Slogans der Sowjetunion, „CCCP“, „Frieden der Welt“, „Kohle für das Mutterland“, „Workuta, Perle des Nordens“.

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Europas östlichster Ort II: MOCKBA-BOPKYTA

Kategorie: Abenteuer, Freizeit
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Der östlichste Ort Festlandeuropas liegt in der Nähe der Stadt Workuta in äußersten Norden Russlands. Von Moskau aus fährt ein Zug aus Sowjet-Tagen nach Workuta – zweimal täglich, die Fahrt dauert je 40 Stunden.

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“Moskau-Workuta” fährt 40 Stunden lang durch die russische Pampa…

Wenn der Zug vom Jaroslawler Bahnhof losrollt, dann fühlt man sich schon weit von Moskau entfernt. Im Waggon beginnt die Provinz. Die Leute packen Würste, Streichkäse der Marke „Freundschaft“, Schwarzeebeutel und chinesische Fertiggerichte auf die schmalen Tischchen der Viererabteile. Der Zug am Bahnsteig nebenan, der sich im selben Augenblick in Bewegung setzt, fährt nach Ulan-Bator, in die Hauptstadt der Mongolei. Im Workuta-Zug holt ein Teenagermädchen derweil ein lebendes Kaninchen aus ihrer Tasche, damit ihr die nächsten 40 Stunden nicht langweilig wird.

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Europas östlichster Ort I: Sushi in Moskau

Kategorie: Allgemeines
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Sie sind mit Avocado umhüllt und mit Hüttenkäse gefüllt, und auf ihnen prangt noch eine dicke Schicht rotleuchtender Kaviar, ganz schön barock, diese Moskauer Sushi.

Ein Samstagabend im Altweibersommer, Moskau protzt. Die junge neue Mittel- und Oberschicht hat sich maximal herausgeputzt und promeniert die Twerskaja- und Arpad-Straße hinunter. Sie isst barocke Sushi, trinkt irisches Bier in Pubs, besucht teure Clubs oder spaßeshalber auch mal eine „Stolochwaja“ – ein kantinenartiges Retro-Lokal, in dem Warteschlangen, Automaten-Brause und altbackene Tischtuchmuster altes Sowjet-Flair verbreiten wollen.

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Sergej Kolosowskij, 28, Architekt, Teil der neuen Moskauer Mittelschicht

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